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Um Hitler als Person ranken sich bis heute viele – auch von ihm selbst geschaffene – Mythen. Einer davon ist der des „Führers ohne Familie“.
Die Dokumentation „Hitlers Familie“ beschäftigt sich erstmals ausführlich mit Hitlers Familienbanden und zeigt erstaunlich viel neues, bisher unveröffentlichtes Material. Zum ersten Mal erinnern sich Hitlers nächste noch lebende Verwandte an den Führer und sprechen über ihre eigenen Ängste vor Racheakten. „Hitlers Familie“ zeigt authentische Interviews mit Hitlers Schwester Paula und seinem Neffen Willi sowie einen Blick in die Memoiren und die Familienalben der Hitlers. Erstmals werden Manuskripte seiner Geschwister Alois und Paula Hitler in Augenschein genommen.
So sehr er es auch versuchte – Hitler konnte die dunklen Seiten seiner Familiengeschichte, Inzest, uneheliche Kinder, Schmach und Schande, nie ganz vertuschen. Sein Vater wurde unehelich geboren. Seine Mutter war eine Cousine ersten Grades zu seinem Vater, möglicherweise sogar seine Halbschwester. Bereits 1930 kämpfte der fanatische Antisemit gegen Gerüchte, wonach er angeblich jüdischer Abstammung sei. Auch seine Geschwister sorgten für Skandale: Bruder Alois war ein Kleinkrimineller, der in Berlin eine Bar betrieb. Seine jüngere Schwester Paula galt als geistesschwach und lebte sehr zurückgezogen. Seine zweite Schwester, Angela, regierte den Haushalt ihres Bruders ebenso wie sein Privatleben. Hitlers geliebte Nichte Geli nannte ihn einen „Gefängnisaufseher“ und beging später Selbstmord. Hitlers Lieblingsneffe Heinz zog in den Krieg, den sein Onkel heraufbeschworen hatte und starb in einer russischen Gefängniszelle, während sein englischer Neffe William Patrick Hitler damit drohte, „peinliche Einzelheiten“ aus der Familiengeschichte auszuplaudern.
In Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Historiker Dr. Timothy W. Ryback und Florian Beierl, einem Experten auf dem Gebiet der Neueren Geschichte, war es sogar möglich, eines der dunkelsten Familiengeheimnisse der Hitlers aufzudecken: Eine erst kürzlich aufgetauchte Gestapo-Akte beweist, dass es in der Familie Fälle von Geistesschwäche und schweren psychischen Störungen gab. Hitlers Cousine Aloisia V. litt an Schizophrenie und wurde in einer Gaskammer auf Schloss Hartheim ermordet, wo die Nazis damals eine Einrichtung zur „Beseitigung“ körperlich und geistig behinderter Menschen betrieben. Heute, 60 Jahre nach dem Sturz Hitlers und seines Naziregimes, leben die Nachfahren der Familie in Deutschland, Österreich und den USA. Genau wie ihr verhasster Verwandter versuchen auch sie, ihre Herkunft zu vertuschen und zu verleugnen. Lange haben sie so dazu beigetragen, dass das Privatleben der Hitlers vor der Öffentlichkeit verborgen werden konnte.
Erstmals haben sie nun einen Vorstoß gewagt. Sie sprechen offen über ihr Leben als Blutsverwandte Hitlers und legen das letzte gut gehütete Familiengeheimnis offen.
Die Münchner Loopfilm GmbH hat die Dokumentation „Hitlers Familie“ in HD-Qualität produziert. Regie führte Oliver Halmburger. Schauplätze sind Europa und die USA, wo noch heute Nachfahren der Familie Hitler leben, unter anderem auf Long Island. Das Werk besticht durch akribische Tatsachenrecherche und erlaubt Einblicke in die private Welt des Adolf Hitler. Heute noch lebende Angehörige seiner Familie äußern sich erstmals vor einer Fernsehkamera und lassen ein völlig vorurteilsfreies Porträt von der Familie entstehen.