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Die chinesische Mauer – Ansturm aus dem Norden

China's Great Wall – Mongol Invaders

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Im März 1907 zog der britische Entdecker und Abenteurer Aurel Stein mit seiner Kamelkarawane durch die Taklamakan-Wüste, als er plötzlich auf riesige Lehmruinen stieß. Er hatte das Jadetor “Yumen Guan” gefunden, das den westlichsten Punkt eines über  zweitausend Jahre alten Verteidigungssystems bildet. Seine ursprünglich aus Stroh und Lehm gebauten Mauern waren zum Teil kaum noch erkennbar, aber die massiven Befestigungsanlagen mussten in der Vergangenheit sehr bedeutsam gewesen sein. 

Aurel Stein wusste bereits, dass einst die berühmte Seidenstraße durch dieses Gebiet führte.  Doch wen oder was sollten die mächtigen Mauern in diesem öden Land beschützen?   

Wir machen eine Zeitreise, die uns etwa ins Jahr 160 v. Chr. zurückführt. Seit Jahrhunderten fallen angriffslustige Nomadenvölker aus dem Norden immer wieder über chinesische Siedlungen her, plündern sie aus und brennen sie nieder. Das chinesische Reich versuchte bislang, die “Barbaren” zu beschwichtigen, indem es sie mit großzügigen Geschenken bedachte, doch diese Politik erwies sich als ebenso teuer wie  vergeblich. Sie gefährdete auch die Stabilität des Kaiserreichs und sogar die Herrschaft der Kaiser der Han-Dynastie.

Der Kontrast könnte kaum größer sein. Auf der einen Seite ziehen wilde Reiterhorden durch die Wüste, auf der anderen Seite führt ein Volk von Bauern ein bis ins letzte Detail strikt reguliertes Leben. China war zu jener Zeit das Zentrum der zivilisierten Welt. 

Nach einem Feldzug gegen die “stürmischen Barbaren” entscheidet sich Kaiser Wu, dem Ratschlag seiner Generäle zu folgen und eine Mauer gegen die Feinde zu errichten. Deren Bau beginnt genau da, wo Aurel Stein über zweitausend Jahre später die Überreste des Jadetors finden sollte. Tausende von Sträflingen werden als Zwangsarbeiter in den Nordwesten von China geschickt, und tausende lassen dort ihr Leben. Niemand kennt ihre wahren Namen und Schicksale, doch ein Bauer namens Zheng Bao wird sie in dieser Dokumentation verkörpern. 

Doch die Lehmziegel-Bauten der Han-Dynastie zerfielen zu Staub, und nachfolgende Dynastien bauten immer wieder neue Wälle, bis schließlich die steinerne Große Mauer entstand, die zu einem Wahrzeichen von China wurde, und um die sich der zweite Teil von “Der Super-Wall: Chinas große Mauer” dreht.

In enger Zusammenarbeit mit CCTV in Peking gelangen den Filmemacher faszinierende Aufnahmen in normalerweise unzugänglichen Regionen. Nachgestellte Szenen erlauben Einblicke in den chinesischen Alltag vor zwei Jahrtausenden, und modernste Computeranimationen illustrieren die Konstruktions- und Bautechnik der Zeit. Archäologen und andere Wissenschaftler berichten von den neuesten Erkenntnissen über das monumentale Bauwerk, das heutzutage Touristen aus aller Welt anlockt. 

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