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Biruté Galdikas war fünfundzwanzig, als sie mitten in den heißen, feuchten Regenwald Borneos reiste. Sie war von dem berühmten britischen Anthropologen Louis Leaky auserwählt worden, um in Indonesien, dem einzigen natürlichen Lebensraum der Menschenaffen, eine Orang-Utan Studie durchzuführen. Im Jahre 1971 waren diese unauffälligen, einzelgängerischen Tiere die am wenigsten bekannte Affenart. Galdikas Aufgabe vor Ort bestand darin, für wissenschaftliche Zwecke revolutionäres Forschungsmaterial über den "Waldmenschen", wie er von den Indonesiern genannt wird, zu sammeln.
Im ständigen Angesicht illegaler Abholzung, Wilderer, der Regierung, der wirtschaftlichen Interessen der Kupferabbauindustrie und diverser ansteckender Krankheiten erwies sich ihr Unterfangen als Herausforderung. Einunddreißig Jahre lang setzte sie sich über alle Hindernisse hinweg und kämpfte gegen das Aussterben der Art. Allein Entwaldung und Wilderei hatten dazu geführt, dass der Artenbestand auf weniger als 20.000 Tiere reduziert worden war. Sie gründete eine Organisation, ein Schutzgebiet, eine Aufzuchtstation und eine Klinik mit einem einzigen Ziel vor Augen... eines Tages diese ehemals Gefangenen in einer unbedrohlichen, natürlichen Umgebung freizusetzen.
Die Konfiszierung der gewilderten Orang-Utans, die Freilassung der zuvor in Gefangenschaft lebenden und die Aufzuchtstation für Affenbabies bieten einzigartige Szenen, die Birutés Engagement und Entschlossenheit in den einzelnen Etappen des scheinbar "verlorenen Kampfes" deutlich machen!